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Der schamanische Initiatiationskreis der elementar-Kreise

"Studieren und praktizieren" 

"Den Weg in ganzer Länge gehen"
Heil- und Studienkreis zur Ausbildung schamanischer Kompetenz
in der Schule des Integrierten Schamanismus

„Das menschliche Leben ist ein Initiationsweg. Ein Hindernislauf mit unvorhersehbaren Ereignissen, der unseren Geist, unsere Liebe, unsere Wahrhaftigkeit herausfordert. Ein Prozess der Läuterung und der Befreiung unseres Wesens aus der Isolation der Angst, den Fesseln des Ichs. Es ist der Weg des Lernens, Mensch zu sein. Die mystische und die schamanische Initiation sind Gipfelerfahrungen des befreiten Geistes und der leuchtenden Seele. Wer meint, am Gipfel starten zu können, für den geht es nur bergab. Wer Prüfung für Prüfung meistert, wird in der Einheit von Liebe und Freiheit auf ein erfülltes Leben zurück blicken können.“

Hugo-Bert Eichmüller

Der Initiationskreis der elementar-Kreise unterscheidet sich von den offenen elementar-Kreisen vor allem durch das hohe Maß an Verbindlichkeit und der Entschiedenheit der Teilnehmer, den schamanischen Weg der elementar-Kreis in ganzer Länge gehen zu wollen.
Im Initiationskreis finden sich Menschen zusammen, die sich für diesen Weg von Spiritualität und Heilung entschieden haben.
Die Erfahrung lehrt uns, dass spirituelles, schamanisches und menschliches Wachstum eine verbindliche, aufrichtige Gemeinschaft braucht. Wahrheit und Liebe gehen Hand in Hand. Liebe und Weisheit sind eine glückliche Ehe von Wissen, Verantwortungsbereitschaft und Mitgefühl.

Der Initiationskreis ist eine solide Gemeinschaft. Jeder von uns bringt sich ein. Jeder und Jede sucht ihren Genius, ihre/seine Vision, arbeitet an seinem Lebenswerk. Diese Lebensaufgabe, also das wofür wir unsere Lebenssinne nützen können, wird der Gemeinschaft mitgeteilt. Die Visionssuche wird von der Gemeinschaft getragen und gefördert.

Die Aufgabe der Gemeinschaft besteht nicht nur darin, die Sinnfrage beantworten zu können, sondern auch darin den Menschen stets an seinen Genius zu erinnern und mit ihm die nächsten Herausforderungen zu meistern. Da der Austausch gegenseitig ist, ist der Weg ein gemeinschaftlicher Weg des Gebens und Nehmens. So stärken wir uns gegenseitig.
Die authentische und aufrichtige Beziehung von Mensch zu Mensch ist die Grundlage jedes spirituellen und therapeutischen Wachstums.

Diese menschlichen Beziehungen dürfen nicht beliebig sein, wie es in der modernen Seminarkultur üblich ist. Im menschlichen Kontakt arbeiten wir unser Ego ab, teilen Freud und Leid auf dem Weg der Sehnsucht nach einem erfüllten Seelenleben. Es ist immer wieder auffällig, dass dann, wenn wir in die Sackgasse der Veränderung kommen, schnell eine angenehmere, entlastende, attraktive, scheinbar neue Idee, Gemeinschaft, Philosophie oder Partnerschaft suchen, um dort im veränderten Gewand das gleiche Egoprogramm zu inszenieren, eben so, wie wir es gewohnt sind.

Die Routine des Gewohnten zu durchbrechen, öffnet das Tor zum Neuen. Das Wesen des Neuen ist, dass wir es nicht kennen. Das Neue macht oft Angst, irritiert, ja stellt uns erst einmal bloß und unsicher dar. Die Sehnsucht muss größer sein als die Angst. Meist wiederholen wir die Vergangenheit, leben im Wiederholungszwang, in der Routine des vertrauten Leids, der vertrauten Muster.

Der Initiationskreis will gemeinschaftlich jedem helfen, seinen Lebensweg, seinen Liebesweg, seinen Heilungsweg und seinen Erkenntnisweg zu finden, zu leben und seinen Weg in ganzer Länge gehen zu können. Im Unterschied zum materialistischen Menschen stellt sich der spirituell ausgerichtete Mensch der Frage nach dem Sinn und der Aufgabe seines Lebens, seines Lebenswerkes mit voller Konzentration und aufrichtiger Motivation.
Er fürchtet nicht primär den Tod, da er weiß, dass der Tod kommen wird, sondern er fürchtet sein Leben zu vertun, seine Zeit zu verschwenden, sein eigenes nicht zu erkennen und an seinem Lebenssinn vorbei zu leben.

Auf dem Sommercamp und dem Visionstanz von 2007 stellten wir die Frage nach der Existenzberechtigung des Menschen auf dem Planeten. In den letzten Minuten der Zeremonie erschienen völlig unerwartet zwei Schildkröten und in etwa 15 Meter Höhe gleichzeitig zwei Bussarde und kurz darauf in etwa 25 Metern Höhe ein großer Adler. Unsere Interpretation dieser Erscheinung ist die: “Der Mensch ist berufen, die Liebe, den Schöpfungsakt des Lebens, zu erkennen und der gelebten Liebe zu dienen.“
Nennen wir es Ehrfurcht vor der Schöpfung. Nennen wir es wahres Leben oder Befreiung des Geistes von der Verblendung der egozentrischen Isolation und der egoistischen Selbstsucht.

Jeder hat die Erfahrung der Liebe gemacht. Jeder weiß um ihre heilende, stärkende und leuchtende Seite. Warum diesem kollektiven Genius, dieser Urmenschlichkeit nicht Folge leisten?
Emanzipation des Geistes, des Herzens, der Seele, der Menschlichkeit erfordert immer die Bereitschaft zum Bruch mit einer Konvention der Unterdrückung, der Lüge, der Gier, des Missbrauchs und der Zerstörung. So ist jeder Liebende ein Krieger oder eine Kriegerin des Herzens. Denn der erste Feind ist in uns. Der erste Feind heißt ICH, die größte und gefährlichste Weltmacht.
Während Seele und Liebe die Lüge nicht ertragen können, nehmen Lust und Egoismus die Verlogenheit der Vorteilsannahme billigend in Kauf. Denken wir an die moderne Sklaverei, die Kinderarbeit, Vergiftung der gesunden Natur, Ausbeutung der Schöpfung bis hin zum Massenbetrug der Banken am einfachen Volk. Das Ego lebt auf Kosten der anderen.
Mutter Erde und das sind wir alle, erträgt die Brutalität und Rücksichtslosigkeit der Egoisten nicht mehr.
Will die Menschheit eine Zukunft haben, dann braucht sie eine kollektive Ethik, eine Logik der Liebe, die Solidarität der Herzen. Wir brauchen Maß und Mitte, Werte und Freiheit die geborgen sind in einem Verständnis von Selbstverwirklichung, die dem Kollektiv Menschheit, Erde, Schöpfung dienen.
Wer der Schöpfung (und das sind wir alle!) dient, erlebt intensivst Unterstützung und Selbstbestätigung im tiefsten Sinne. Der Schöpfung dienen muss aus dem Herzen, aus der empfundenen Begegnung mit dem Wunder des Lebens kommen. Es darf nicht in pseudo-ethischen und pseudo-ökologischen Gehabe gründen. Das wahre Selbst  wird gesehen, anerkannt und geliebt, wenn es wahr, ja wahrhaftig ist. Dieses wahre Selbst ist eingebunden in die Gemeinschaft der "Selbste", der Wesenheiten der Anderen. Jeder erfährt Unterstützung und Stärkung durch das eigene Geben und durch das beherzte Geben der anderen.
So entsteht ein Kreis des Gebens, des gegenseitigen Stützens, ein Kreis der Herzen.
Wer sich in diesen Gedankenansatz vertieft, wird zu der Erkenntnis kommen, dass eine umfassende Beziehungsfähigkeit der elementare Boden, die Basis spiritueller und menschlicher Entwicklung ist.
Jede Geistesrichtung, die meint, diese Beziehungsfähigkeit der Einheit des Lebens und Liebens durch individualistische Befreiung überspringen zu können, wird früher oder später von den Kräften der inneren Natur eingeholt werden. Schauen wir doch mal ehrlich auf das künstliche Zölibat mit all seinen Pathologien, seiner Lebensferne mit all den geduldeten Verlogenheiten und irrealen Glaubensdogmen oder auf die Denaturalisierung der Geschlechtlichkeit in androgynen, meist östlichen Geistesschulen, die den Geist vom Leib befreien wollen, statt mit dem Leib in Freude zu sein. So sehen wir, dass jede Einseitigkeit in der Länge zu krankhaften Wirkungen führt.
Der natürliche, schamanische Weg zeitgemäßer, aufgeklärter Naturreligion und Naturmystik trennt Spiritualität, Geist, Seele, Natur, Lebenskraft und Sexualität nicht voneinander.
Nicht die Flucht in eine scheinbare Jenseitstranszendenz,  in eine körperfreie, reibungslose nur geistige Daseinsform wird Gott gerecht, sondern der vitale, wahrhaftige, warmherzige und zur Liebestat bereite Mensch ist der auferstandene, mündige, wahre Mensch. Es ist der Mensch, der das Wunder des Lebens sieht, der die Kraft der Lebendigkeit, die heilende Wirkung der Liebe pflegt, der die Schöpfungsdynamik im Spannungsfeld der Geschlechter als die lohnende Herausforderung der Befreiung vom Ich annimmt.
Gelingt diese wahrhaft ganzheitliche Ehrfurcht, ist der Lohn Liebe und Freiheit im Leben, im Jetzt. Es ist die spirituelle, ja mystische Einheitserfahrung des Eins-Seins mit Körper, Geist und Seele. Es ist die Überwindung der Dualität im realen Leben.
Dies gelingt nur, wenn wir unser konzeptionelles Bewusstsein durch ein freies, waches Gewahrsein ersetzen können. Wenn wir uns auf die uns gegebene, inneren Natur als Frau, als Mann in unserer jeweiligen Lebensphase einlassen. Wenn wir unseren Geist nützen, uns Moment für Moment, Epoche für Epoche selbst zu erkennen und bereit sind, den anderen zu erkennen, auch wenn uns das Gesehenen überhaupt nicht in unser Lebenskonzept passt. Erst dann entwickelt sich ehrlicher Respekt, ehrliche Begegnung, kurz: Wahrhaftige Liebe.

Unsere Epoche ist durch und durch beziehungsunfähig. Die Eigennützigkeit („Das tut mir gut“ ) steht weit über dem Gemeinwohl („Das ist für uns alle gut“).
Mal ehrlich: “Wo offenbart sich unser Ego mehr und realer, als in unseren Partnerschaften?“

In der Ehe, der liebenden, der verbindlichen Partnerschaft zeigen wir unsere ganze Person. Hier wird geliebt, gestritten, wird sich gerieben in Freude und Leid. Verbindliche Partnerschaften sind Beziehungsfelder der Prüfung, der Initiationen im Alltag. Hier wird verletzt, gedemütigt und gestritten. Die Liebe hält uns zusammen und die Liebe zerlegt uns, wenn wir uns ihrer Ordnung widersetzen.
Liebe will Offenheit. Doch Offenheit zeigt unsere ganze Person. Licht und Schatten unseres Seins offenbaren sich. So wie das Gute in uns die Liebe stärkt, ist unsere egozentrische Seite die Mauer, an der wir wachsen, uns entwickeln können. Offenheit wirkt heilend, wenn wir reinen Herzens sind und die falschen Spiele hinter uns gelassen haben. So ist eine aufrichtige Lebensweise elementare Grundlage für das Gelingen der Liebe.

Die Liebe will den strömenden, verbindlichen Kontakt von Seele zu Seele, von Geist zu Geist, von Wesen zu Wesen, von Mensch zu Mensch. Die Lieblosigkeit des inneren Tyrannen trifft diejenigen am stärksten, die uns am nächsten sind. Gleichzeitig gibt uns aber auch die Liebe zu unserem Nächsten die Motivation, unser Ich hinter uns zu lassen. Die Sehnsucht nach dem anderen, das Verlangen der Seele nach Einheit hilft uns ein makelloses Leben nach Grundwerten der Nächstenliebe, der energetisch gesunden Hingabe, der seelischen Verbundenheit und einer ethisch einwandfreien Geistordnung anzustreben. Nicht mehr die Frage: “Wer hat recht?“, sondern: „Wie gelingt die Liebe?“ stehen zentral im Lebens- und Beziehungsgestaltungsprozess.
Für die Liebe lohnt es sich zu verzichten. Nicht der schnelle Kick der Lust, sondern die nachhaltige Quelle der reinen Liebe bestimmen eine beseelte Partnerschaft, die letztlich Erfüllung, Gesundheit und Glück durch Beziehungsweisheit ermöglichen.
So ist die verbindliche Partnerschaft ein heiliger Ort, ein spirituelles Setting der Ich-Überwindung. Es ist der heilige Ort, an dem die Liebe mit Körper, Geist und Seele Wirklichkeit werden kann.
Bedenkt man noch, dass der Mensch entweder als Mann oder als Frau existiert, so ergibt sich auch, dass wir nur gemeinsam vollkommen sind.

Meine Kritik an allen Religionen dieser Welt ist die, dass sie nur einseitig von Männer gemacht wurde. Wo ist die zweite Hälfte der Schöpfung? Wo ist die Spiritualität des Weiblichen mit all ihren einzigartigen und eben nicht-männlichen Facetten der irdischen Ganzheit?
Sehe ich die Geschichte der Religionen, so ist es alles andere als eine Geschichte der Liebe, des Friedens und der Ehrfurcht vor der Schöpfung. Ich kenne keine Religion, die von Frauen gegründet wurde. Aber ich kenne Frauen mit Visionen, mit Heilkräften, mit Weisheit, Beharrlichkeit und warmherziger Hilfsbereitschaft.
Vielleicht ist die Abstraktion nicht gerade das zentrale, weibliche Talent. Schaue ich aber auf all die aufgeblasenen Abstraktionen männlicher Pläne und Konzepte, auf die Seifenblasen des egomanischen Größenwahns, so fehlt diesem Expansionszwang der Männlichkeit der bodenständige Pragmatismus von Mutter Materie. Es ist das Weibliche, das Leben schenkt. Es ist Mutter Erde, die uns nährt. Aus tiefster Überzeugung führe ich die elementar-Kreise in dem Wissen, dass Frauen und Männer nur gemeinsam, in Respekt der Einheit von Unterschiedlichkeit die Liebe verwirklichen können und letztlich unseren geliebten, heiligen Planeten erhalten können.

Nicht im Kampf gegen das Andersein des Anderen, sondern im Interesse am Anderseins des Anderen werden wir wachsen und Frieden mit dem Unterschied finden. Unser Ego will die Welt nach seiner Vorstellung. Doch die Liebe will den Anderen als Anderen anerkennen in gleicher Weise, wie wir in unserer Einzigartigkeit und Wesenheit anerkannt und respektiert werden wollen.
Das gilt nicht nur für die Beziehung von Mann und Frau, das gilt auch für all unsere anderen Mitlebewesen im Tier, in Pflanzen und im Mineralienreich, denn: Sie sind anders als wir. Sie leben mit uns und wir sind aus ihnen. Sie tragen uns, schenken uns die elementaren „Rohstoffe“, in dem sie für uns sterben, um uns zu nähren. Sie sind es, die uns leben lassen. Wir sind es, die für sie in Verantwortung müssen. Es ist nicht eine Erbschuld oder Erblast, die der Mensch zu tragen hat, sondern eine natürliche Ausgleichspflicht des Gebens, wenn wir genommen haben.
Dies ist ein spiritueller Akt der Liebe, unserer Pflicht zu geben nach zu kommen.
Macht man sich noch bewusst, dass der Gebende der Stärkere ist, so ist es doch ein wunderbares, stärkendes Gefühl von Selbstbewusstheit das sich in uns einstellt, wenn wir eine wirklich gute, schöne und wahre Tat vollbracht haben. Das macht Sinn, das stärkt, das heilt.

Natürlich sind wir uns bewusst, dass es sich hier um ein Ideal handelt. Doch was bleibt vom Menschen, wenn er seine Ideale verliert?
Ideale sind nicht Objekte die wir irgendwann erreichen oder besitzen können.  Ideale sind Ausrichtungen, Visionen des Geistes und der Seele, die uns den Weg zum wahren Menschen, zu einem erfüllten Seelenleben weisen. Sie geben uns die Richtung, um gut zu leben und gut zu sterben.

Die Seele weiß, wofür sie ihre irdische Erfahrung macht, doch das durch die Epoche geprägte konzeptionelle ICH trennt uns von dieser elementaren, einfachen seelischen Daseinsweise.
Die Folge davon sind die unterschiedlichsten Krankheiten, Irritationen, Depressionen und unheilbringende Stresssymptome.

Im Spannungsfeld von Seele und Ich, von Wesen und Prägung, von Not und Liebe, von Lebenssinn und Konvention, zwingt uns das Leben selbst, zu uns zu stehen, unsere seelische Natur zu kultivieren oder uns weiterhin zu verleugnen, uns dem Diktat des Geldes, der Angst, der Entmenschlichung zu unterwerfen. Letztlich eine Frage: „Aufrichtigkeit oder Verleugnung.“
Am Ende unseres körperlichen Seins werden wir Rückschau halten müssen. Wir werden uns nichts mehr vormachen, nicht mehr entschuldigen und nichts mehr korrigieren können.
Der spirituelle Mensch weiß, dass die Zeit rast, dass der Moment jetzt die Prüfung für die Ewigkeit in sich trägt. Er schaut der Zeit ins Auge, prüft sich selbst und weiß, dass nur er selbst die Verantwortung für sein Leben übernehmen kann. Liebe und Freiheit sind im Mittelpunkt seiner Absicht und er weiß, dass es dazu nicht nur Bildung und Wissen, sondern vor allem Weisheit braucht.
Weisheit erwirbt sich der Mensch, wenn er sich dem Leben stellt. Sich den Herausforderungen zwischen Not, Mangel, Bedürftigkeit, Vorteilen, Bequemlichkeiten, Attraktionen und Liebe, Mitgefühl, Verantwortungsbereitschaft für Hilfsbedürftige, Zurückstellung der eigenen Wichtigkeit zum Wohle anderer, kurz gesagt den menschlichen Tugenden und der Zivilcourage stellt.
Die Prüfungen sind alltäglich im Detail des gewöhnlichen Tages und sie sind außergewöhnlich in extremen Entscheidungssituationen.

Unser Initiationsweg ist der Weg von unten nach oben. Vergleichbar mit einen Baumsamen öffnen und wachsen wir uns in die Tiefe und in die Höhe gleichermaßen. Will aus dem Samen ein Baum werden, muss er wurzeln und muss er sich gen Himmel verzweigen. Während Stamm, Äste, Blätter und Blüten im Lichte des einfach Sichtbaren stehen, können wir die dunkle Seite, das Wurzelwerk des Baumes und des Lebens nur durch unseren Geist erschließen. So ist unser Weg des Lebensbaumes ein Weg einer Spiritualität des Sichtbaren, des Konkreten und Realen, ein Weg des Lichtes und ein Weg des weniger Sichtbaren, des Subtilen, das im Dunklen (bitte beachte: “Das Dunkle ist nicht das Böse!“), im nicht greifbaren liegt. Dieses Dunkle nennen wir heute Unterbewusstsein. Mir persönlich gefällt der Begriff des Nicht-Bewusstseins besser, denn der Baum ist ein ganzer Baum, ein ganzes Bewusstsein. Tag und Nacht, Hell und Dunkel sind nicht voneinander trennbar. Denn Tag und Nacht sind zusammen wieder ein Tag. Sowie Wurzel, Stamm und Geäst ein Baum sind. Die Frage ist nur, wie tief, wie hoch, wie weit reichen unsere Bewusstseinskräfte aus, um den Lebensenergien im Baum, in uns mit Bewusstheit zu folgen, um dann letztlich vital zu erfahren, dass wir nicht nur ein Baum, ein Leben sind, sondern ein Wald, eine Schöpfung in Gemeinschaft mit den unzählbaren anderen Geschöpfen.
Es ist die Mystische Erfahrung des Lebens, Leben in Mitten von Leben zu sein. Geist in Mitten von Geistern zu sein. Seele in Mitten von Seelen zu sein. Es lohnt sich den eigenen Erkenntnisgeist zu nützen, um dem Mysterium der Verbundenheit allen Seins nahe zu kommen. Es ist ein Weg der Kunst des Wunderns und der Kunst der Begegnung von Herz zu Herz.
Im  Initiationskreis lassen wir uns aufeinander ein. Es ist ein gemeinsamer Weg der ewigen Suche nach Weisheit und Richtigkeit. Wir habern uns entschieden, uns durch die Lebenskrisen, die ja auch Wachstumsindikatoren sind, zu begleiten und uns gegenseitig zu stützen.
Aus der Ausbildungszeit zum schamanischen Therapeuten haben wir gelernt, dass der schamanische Weg nur ganz oder gar nicht zu gehen ist. Die Grenzbereiche des Bewusstseins, die Todeszonen der Erkenntnis, können nur gesund durchgestanden werden, wenn dich ein Kreis von beherzten, kompetenten und treuen Gefährten unterstützt und sich bemüht, die oft chaotischen Veränderungsprozesse zuzulassen. Schnelles Richten und Verurteilen nützen dem Suchenden nicht. Respektvoller Akzeptanz und spirituelle Führung durch den Kreis, dem Lehrer und der Lehre erhöhen das Wachstumspotenzial des Suchenden.

So ist der  Initiationskreis ein Kreis, der neben der schamanischen Wissenschaft die seelische Verbundenheit pflegt und kultiviert.
Der Eintritt in den Initiationskreis ist nur möglich, wenn wir uns vorher in den elementar-Kreisen kennen gelernt haben. Es muss dein Weg sein und es muss der Kreis von Menschen sein, auf die du dich einlassen willst und kannst. Die heutige Zeit bietet viele Möglichkeiten spirituellen Wachstums. Die elementar-Kreise und der Initiationskreis sind nur eine von mehreren Möglichkeiten.
So lerne uns erst kennen.  Komm  in die elementar-Kreise und deine Entschiedenheit für den Initiationskreis wird sich organisch entwickeln. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Denn: “Dein spiritueller Weg ist entscheident dafür, wie du lebst und wie du letztlich sterben wirst“.
MITAKUYE OYACIN (Alles ist mit allem verwandt und ich erinnere mich.


Hugo-Bert Eichmüller

PS: Wir treffen uns 4 im Jahr für jeweils ein Wochenende und einmal im Jahr an Pfingsten für 10 Tage in Cana –Toskana-

elementar-Kreise, Dianaplatz 11, 90443 Nürnberg, Tel.: 0911 - 41 44 36, info@elementarkreise.de, www.elementarkreise.de  

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