Concerto per la Terra / Konzert für die Erde
Unsere heutige Zeit der Globalität ist von einem Zusammenwachsen der Länder, Völker und Kontinente durch immer schnellere Verkehrsmittel und mediale Vernetzung geprägt. Einerseits fördert die Globalität immer effizientere, lebensfeindliche Formen von Wirtschaft und Handel und die hoch organisierte Ausbeutung der Ressourcen der Erde zum Profit einzelner Menschen, Gruppen und Staaten. Andererseits werden die wichtigsten Aufgaben der Gegenwart und der nahen Zukunft nur gelöst werden können, wenn wir lernen, auch im Interesse der Lebensgemeinschaft Erde staaten- und kulturübergreifend zu handeln. Das Eindämmen des Klimawandels, der Schutz aller Lebensformen auf der Erde und die Ernährung aller Menschen sind überlebensnotwendige Herausforderungen, die globale Einigungen und Lösungen erfordern. Gleiches gilt für den Ausgleich der potentiell kriegerischen Spannungen zwischen den großen Weltreligionen und zwischen materiell reichen und armen Ländern.
Das „Concerto per la Terra“ ist ein Symbol für die friedliche und lebensbejahende Globalisierung unserer Erde. Es ist ein musikalisches Geschenk der in Deutschland beheimateten Elementarkreise an die Bewohner von Cana, einer Gemeinde in der italienischen Toscana – ein Dank für die freundliche Aufnahme und Akzeptanz unseres jährlichen Sommercamps. Das Programm führt über klassische Musik aus dem deutschen Sprachraum und italienischem Belcanto zu jüdischer Klezmermusik (die wunderschön ist, ganz unabhängig von der besonderen Verpflichtung der Deutschen gegenüber dem Judentum). Es folgt klassische Arabische Musik auf Rahmentrommeln und eine Improvisation auf einer Zither, deren Stimmung in der traditionellen Musik Asiens weit verbreitet und in China schon seit mehr als zweitausend Jahren dokumentiert ist. Wir hören Musik vom amerikanischen Kontinent - Gebetslieder der amerikanischen Ureinwohner und ein Lied der weißen Einwanderer (Jonny Cash) – und Musikstücke, deren Wurzeln in Afrika und Australien liegen. Schließlich erklingen drei Stücke zu Ehren der nichtmenschlichen Lebensformen auf der Erde, ohne die menschliches Leben nicht möglich wäre: die Steine/Erde, die Pflanzen und die Tiere.
Musik und Kunst können die Welt nicht so offensichtlich verändern, wie Ackerbau, Architektur oder Technologie. Aber sie können als aufrichtige Bitte und kraftvolles Gebet die Herzen und Seelen der Menschen tief berühren und von dort Wirkungen entfalten, die zu konkreten Taten führen oder tief in die seelische und geistige Welt hineinreichen.
mit
Ruben Staub: Klarinette, Rahmentrommel
Volker Staub: Klavier, Cymbalon, Schlaginstrumente
N.N.: Gesang
N.N.: Didjeridoo
13. August 2010, 20:00 Uhr, Chiesa di S. MARTINO VESCOVO, Cana Associazione Pro-Loco / SpiRitualArt / Elementarkreise
www.volker-staub.de
|