elementar-KreiseSpirituelle Bewusstseinsarbeit, Schamanismus und religiöse Schulung fand früher statt in täglicher Gebetspraxis im eigenen Haus ( man erinnere sich an die kleinen Hausaltare), in Kirchen und Tempeln der jeweiligen Konfession. Priester, Pfarrer, Meister, Weise und Lehrer nahmen sich der Gemeinschaft und aus ihr Sicht besonders begabten Schülern an. Dieser alte Weg der Geistesbildung wurde erweitert durch die Seminarpraxis der Gegenwart. Gesellschaftliche normierte Arbeitszeiten, der Vertrauensverlust der großen Konfessionen, die Globalisierung und Vielfalt multikultureller Spiritualität entmachteten die Traditionen.
Einerseits führt dies zur Vielfalt spiritueller Wege und Möglichkeiten, erweiterte sozusagen unsere Religionsfreiheit, andererseits ist die Verflachung der Lehren und die mangelnde Tiefe der Lehrer unübersehbar. Das Interesse an unverbindlichen Erfahrungen, aber auch die Reduzierung der großen Suche auf Selbsterfahrung Spiritualität, sowie die durchaus berechtigte Angst vor spirituellen Missbrauch durch Gemeinschaften, die auf Abhängigkeit und finanzielle Ausbeutung zielen, führten dazu, dass die Wege des Herzens nicht in ganzer Länger und mystischer Tiefe gegangen werden. Die Lust an Spiritualität hat der Disziplin zur Weisheit in weiten Bereichen den Rang genommen.
Heute ist es möglich sich ein Seminar zu kaufen. Viele Anbieter offerieren markt- und trendgerecht Angebote um „gut aufgestellt“ zu sein, um „Kundenbindung“ zu pflegen, letztlich um Einkommen und Status zu erlangen. Die Freiheit des Weisen ist seine Unbestechlichkeit. Wer den Weg des Herzens intelligent, authentisch und weise gehen will, der wird sich nach und nach von Lob und Tadel anderer befreien müssen. Diese innere Souveränität ist das vom Gewissen getragene innere JA zur eigenen und kollektiven Wahrheit. So sehen sich die elementar-Kreise in der Tradition der ewigen Philosophie, der philosophia perrenis. Während die natürliche Evolution mehr und mehr den zerstörerischen und entfremdeten, menschengemachten Zivilisation nicht mehr stand halten kann, bemühen wir uns in der Bewusstseinsarbeit ( der Arbeit in der Vertikalen) um loyale Treue zur Weisheit und dem natürlichen Streben des Menschenwesen nach Seeligkeit. Um nicht dem Machtdilemma alter Traditionen zu verfallen folgen wir einer Lehrer-Schüler-Dynamik, die wir bezeichnen als die VIER-LEHRER-DYNAMIK.
Die VIER-LEHRER-DYNAMIK der elementar-Kreise:
In einem Zen-Spruch aus dem 17. Jahrhundert heißt es:
zweifle, zweifle, zweifle.
Für die elementar-Kreise und alle neuen Teilnehmer, aber ganz besonders für die Freunde, die mit auf unserem Weg sind, möchte ich diesen Zen-Spruch ergänzen mit den Worten:
prüfe, prüfe, prüfe
Prüfen erfordert Erfahrung, Reflektion und Integration der berührenden Erkenntnis. Die Vier-Lehrer-Dynamik wird an anderer Stelle ausführlich beschrieben, deshalb hier nur kurz skizziert. Wir gehen von 4 Lehrkräften aus:
- Dem eigenen, unvoreingenommenen, kritischen und selbstverantwortlichen, erwachsenen Selbst.
- Dem dich und allen beseelten Wesen begleitenden seelischen Selbst, das wir Spirit nennen (Spirit = Wesenheit ohne organische Erscheinung)
- Dem Kreis der Teilnehmer, der prüft, trägt, inspiriert, das Kraftfeld aufbaut und den Ablauf der Treffen organisiert und kreiiert.
- Der Mentor oder Lehrer, der sich die erforderliche Qualifikationen erworben hat und integer, kompetent, mit Herz und Verstand inspirierendes Vorbild für die Teilnehmer ist.
Im Kreis kommen diese 4 Kräfte zum Wirken. Ein Kreis ist dann ein guter Kreis, wenn diese Lehrer-Kräfte wirkungsvoll im Sinne von Gesundheit, Glück, Heilung und Weisheit zusammenarbeiten. Alle lassen sich ein, alle sind präsent, alle gestalten den Kreis der wir sind. Das morphische Feld der Weisheit entsteht durch weises und achtsames Zusammenwirken aller. Entlang dem Motto "differenziere und integriere" gehen wir in den elementar-Kreisen in einen offenen Erkenntnisprozess. Wer sich auf uns einlässt begibt sich in das, was wir elementar-Kreis-Prozess nennen. Dieser elementar-Kreis-Prozess wird maßgeblich von den Wochenendkreisen inspiriert. Grundsätzlich geht es dabei um Gesundheit, Glück und Weisheit. Wir sehen dabei Gesundheit und Glück als die Frucht einer klugen und weisen Lebensgestaltung. Weisheit bewirkt nachhaltiges Glück und andauernde Gesundheit. Über die letzten 20 Jahre haben sich etliche Grundabläufe und Inhalte bewährt. Während unsere Philosophie immer noch im Wandel der Erkenntnis in Bewegung ist, geben uns einige Methoden und Rituale einen stabilen Halt im Wandel der Veränderungen. Diese Rituale und Methoden praktizieren wir zu jedem Wochenendkreis. Jeder Teilnehmer wird in die jeweilige Methode eingeführt.
- Praxis der schamanischen Seelenreise und Bewusstseinsarbeit
- Schwitzhüttenzeremonien, um der Naturmystik und dem wissenden Feld der Erde nahe zu sein.
- Talking Circle, als Ritual der Kommunikation aller Teilnehmer
- Analytisches und philosophisches Betrachten und Unterrichten
- Altruistische Geistesübungen zur Stärkung der Seele, der Nächstenliebe und der Verbundenheit mit allen Lebewesen.
- Meditation als Erfahrung der Stille und der Leere als innere Natur des Geistes.
- Rekapitulation, als Weg der Entmachtung der persönlichen Geschichte.
Themenfindung an Wochenenden:
Hin und Wieder legen wir ein spezielles Thema für ein Wochenende im voraus fest. Entweder ergibt es sich aus dem Gesamtprozess der elementar-Kreise oder aus dem Prozess des jeweiligen Kreises. Häufiger ist jedoch, dass aus den Anliegen der Teilnehmer sich das Thema spontan ergibt. Es liegt sozusagen in der Luft. Im Unterschied zu Buchreligionen arbeiten wir mit dem lebendigen, gegenwärtigen, geistigen Feld. Dabei folgen wir dem spirituellen Wissen:
- dass die Aufmerksamkeit der Energie folgt,
- dass wir durch unsere Absicht, durch unseren Willen innere und äußere Wirklichkeiten kreieren,
- wir in der aufrichtigen Vertiefung mit unserem und dem kollektiven Leid heilende Lösungen finden (Stichwort: Die Lösung des Problems liegt im Problem),
- dass Bewusstsein nicht auf die Grenz des Körpers beschränkt ist,
- dass die Materie dem Geist folgt,
- dass alles mit allem verbunden ist und alles Information trägt (Man bedenke, dass Wasser sich erinnern kann und wir zu 90% aus Wasser bestehen)
- und dass letztlich nur Liebe heilt; und Liebe findet in der Seele und nicht im Fleisch statt.
Wir wissen, dass in unserer Tiefe ein menschliches Potenzial aufzuspüren ist, das in Verbindung mit einer Art telepathischen Netzwerk der Weisheit ist, das alle Informationen und alle Möglichkeiten der Heilung und Seeligkeit in sich trägt. Bonhöfer nannte dies „den im Menschen mündig gewordenen Gott“, wissenschaftlich spricht man heute von der Quantenebene, Bob Marley nannte es „there is a mystic blowing in the air, if listen carefully you will hear“, Grandfather Wallace meinte einfach:“Do it right way“. Oft haben wir erlebt, wie uns das große und die kleinen wissenden Felder Zeichen, Hilfe und Lösungen geschenkt haben. Als Menschen mit materialistischer Konditionierung des Bewusstseins erscheinen uns diese Ebenen und Möglichkeiten etwa genauso unmöglich, wie es früher Indianern unvorstellbar war, über mit Hilfe eines elektrischen Drahtes, über viele Kilometer hinweg kommunizieren zu können. Wir wissen, dass es diese Ebene gibt. Wir wissen aber auch, dass dies nicht durch einen schamanischen Crash-Kurs oder durch reine Seminarerfahrung herbeizuführen ist.
So sind elementar-Kreise und hier vor allem die Wochenendkreise ein Praxisfeld der Tiefe. Modern ausgesprochen sind wir eine slow-open-group. Was bedeutet, dass es einen stabilen, steten Kreis von Menschen auf dem Weg gibt. Jeder bleibt mit uns so lange seine Seele es will und es seine Absicht ist. Wichtig ist für uns nicht die Dauer des gemeinsamen Weges, sondern ganz klar die Motivation nach Tiefe, Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Für uns zählt das ehrliche Herz und der Mut zum Erkennen.
Unsere Wochenendkreis sind für jeden zu jedem Zeitpunkt offen.
Wir sind kein Geheimbund sich selbst erhöhender Weiser, sondern stehen in dieser Welt für diese Welt. Eine Spiritualität die dem alltäglichen Leben nicht Kraft und Freude schenkt ist keine Spiritualität. Schamanismus braucht den Kreis und der Schamane braucht den Kreis. Unser Weg ist ein gemeinschaftlicher. So ist ein elementar-Kreis auch eine Oase der Begegnung und des gemeinsamen Lebensweges. Unser handeln bezieht sich nicht nur auf uns selbst. Die Erde gehört uns allen und wir sind ihr verpflichtet sie auch den nachfolgenden Generationen in ihrer Größe, Schönheit und Vielfalt zu hinterlassen. So geschieht alles in den elementar-Kreisen zum Wohl des Lebens jetzt und zum Wohl allen Lebens das noch kommen wird.
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