SchwitzhüttenDas archaische Gebetsritual der Lakota.
Die Schwitzhüttenzeremonie ist eines der ältesten Reinigungsrituale für Körper, Geist und Seele. Die ursprüngliche indianische Bezeichnung wakan tunka tipi bedeutet „Hütte der heiligen Steine“ oder „wo die Steine zu Dir sprechen“. Hier erinnern und erfahren wir uns selbst als Natur und geistige Existenz. Die Anordnung des Schwitzhüttenaltars symbolisiert das Zusammenwirken von Mutter Erde (die Hütte), Vater Sonne (Feuer), Großmutter Mond (der Altar) und dem Lebensbaum, dem zentralen Motiv für den spirituellen Weg der Lakota und vieler Stammesgesellschaften.
Im Lebensbaum spiegeln sich auch die Grundhaltungen der elementar-Kreise wider: Verwurzelt im Boden von Mutter Erde, aufrichtig und würdevoll hier auf Erden zu sein, die Äste wie Hände ausgestreckt zum großen Universum. Die Baumkrone zeigt gleichzeitig Frühling, Sommer, Herbst und Winter, was die Gleichzeitigkeit des Naturkreislaufes bezeichnet, aber auch sagen will, dass das Leben an sich kein Ende und keinen Anfang hat. Der Lebensbaum steht auf dem Mond, der auch den Menstruationszyklus der Frauen und ihre Natur, Leben zu geben, repräsentiert. Es ist und geschieht in der heiligen, kosmischen Balance, in der Ewigkeit des Hier und Jetzt.
Die im Feuer zum Glühen gebrachten Steine werden ins Zentrum der Schwitzhütte gebracht. Still und andächtig versammeln wir uns um sie. Hitze, Gebete und traditionelle Lieder helfen uns, uns loszusagen von allem, was uns bedrückt und schmerzt. In diesem Ritual erfahren wir direkt die Verbundenheit mit der Gemeinschaft aller Geschöpfe, der Erde und des Weltalls.
In den Schwitzhüttenzeremonien kann es zu Erfahrungen kommen, in denen die üblichen Kategorien von Raum und Zeit transzendiert erscheinen, und man kann ein Gefühl von Unendlichkeit und Ewigkeit spüren. Dieses Ritual verfügt über eine sehr heilige Qualität.
Schwitzhüttenzeremonien finden zu jedem elementar-Kreis-Wochenende statt!
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